Freitag, 28. November 2008

Finanzkrise? Lachhaft!

Deswegen werden hier ab sofort passende Witze, Sprüche und Zitate gesammelt. Bitte per Kommentar ergänzen!


(inspiriert von der Internetseite von Prof. Dr. Wolfram Elsner)

Frage: Wie viele Ökonomen braucht man, um eine kaputte Glühbirne auszuwechseln?
Antwort: Keinen einzigen, denn das regelt der freie Markt von alleine.


aus der Satirezeitschrift Eulenspiegel (siehe auch aktuelle Titelseite!) 12/2008 (sinngemäß)

"Die Leute bringen ihr Geld lieber zum Orthopädieschuhmacher, wo die Einlagen noch halbwegs sicher sind."

Freitag, 21. November 2008

Regulierung - und was noch? Na, klar...

"Demut, Anstand und Bescheidenheit" fordert Bundespräsident Köhler nun von den Banken. Als Konsequenz aus der Finanzkrise sei eine "grundlegende Erneuerung" der Bankenbranche notwendig.

Und das ausgerechnet vom ehemaligen IWF-Chef Horst Köhler!

Eine ganz kurze Recherche zeigt, dass Köhler vor wenigen Jahren noch ganz andere Töne angeschlagen hat, beispielsweise in einem FAZ-Interview: "Europa redet viel, tut aber zuwenig (...). Es fehlt der Wille zur schöpferischen Zerstörung sklerotischer Strukturen. Die Arbeits- und Sozialkosten müssen gesenkt werden, die Steuern müssen runter, und es muß ein investitionsfreundliches Klima geschaffen werden."

Dass nun der "dezidierte Vertreter der internationalen Finanzpolitik" als Bundespräsident den Banken den schwarzen Peter zuschiebt, bedeutet entweder, dass er doch kein Fachmann ist oder dass er vom Versagen von Politik und Internationalem Währungsfonds (IWF) ablenken will.

Es braucht mehr als ein paar große Worte und ein bisschen Regulierung, Herr Köhler!

Donnerstag, 13. November 2008

Sind spontane Einfälle wirklich immer die besten?

Nach dem Rettungspaket für die Finanz- hat nun auch auch die Autoindustrie eines gefordert und wurde erhört. Schließlich geht es im Autoland Deutschland um viele tausend Arbeitsplätze. Um den stark sinkenden Absatz anzukurbeln, hat sich der Bund in aller Eile etwas ausgedacht.

Wer ein neues Auto kauft, muss für eine begrenzte Zeit keine Kfz-Steuern zahlen. Durchschnittlich können so einige hundert Euro Steuern gespart werden. Ob man sich deswegen allerdings ein neues Auto für mehrere tausend Euro kauft? Wohl eher nicht.

Noch absurder wird es allerdings, wenn man sich die Begründung ansieht. So soll es nicht nur darum gehen, die deutsche Autoindustrie zu unterstützen, sondern auch ums Klima. Schließlich bedeute der Kauf eines neuen Autos meist auch weniger Kohlendioxid-Ausstoß. Steuern spart aber nun auch, wer ein größeres Auto kauft, also egal ob Kleinwagen oder SUV. Bei richtig dicken Schlitten kann die Steuerersparnis dann auch mehr als 1000 Euro betragen - unabhängig davon, wieviel Sprit sie schlucken oder Kohlendioxid ausstoßen.

Der spontane Einfall bringt also sehr wahrscheinlich nix - weder fürs Klima noch für die deutsche Autoindustrie, die nach wie vor auf Wachstum und klimafeindliche Technologie setzt, weil sich das einfach am besten rechnet. Apropos: Das Finanzministerium muss natürlich auch für dieses "Rettungspaket" mit einigen Ausgaben rechnen. Die Steuerzahler dürfen gespannt sein, wie das Carepaket für die Luftfahrtindustrie aussieht, die bereits Bedarf angemeldet hat.

Irgendwelche spontanen Ideen?

Dienstag, 4. November 2008