Ob verschiedene Parallelwährungen auf Dauer praktikabel sind, muss sich in der Praxis zeigen. Für die griechische Gesellschaft braucht es schnelle Lösungen. Ein Vorschlag ist die umlaufgesicherte Zweitwährung, wie sie in einem Leserbrief der Stuttgarter Zeitung erwähnt wird. Die INWO tritt für eine dauerhaft nachhaltig funktionierende Währung ein, die Parallelwährungen überflüssig macht. Bis dies mit dem Euro erreicht ist, sollten aber auch andere Wege beschritten werden.
Klaus Willemsen
Drachme als Notgeld
Griechenland braucht die Drachme, aber nicht statt des Euro, sondern neben dem
Euro. Es braucht eine bessere Konjunktur, um die Probleme im Staatshaushalt lösen
zu können. Aber in Griechenland kann das Wirtschaftswachstum nicht mehr mit
Staatsausgaben, sondern nur noch mit geldpolitischen Maßnahmen gefördert
werden, die die private Nachfrage ankurbeln. Solche Maßnahmen sind nicht nur nach
einem Austritt aus der Währungsunion möglich, sondern auch beim (vorläufigen)
Verbleib, der die Austrittsprobleme erspart. Eine andere Geldpolitik wäre mit einem
Notgeld möglich, das neben dem Euro als Zahlungsmittel im Inlandsverkehr zur
Verfügung steht.
Vorbild kann das Regiogeld sein, dessen in Deutschland bekanntestes Beispiel der
Chiemgauer ist, der im Chiemgau ebenfalls neben dem Euro umläuft. Das
Wertverhältnis zum Euro ist 1:1; das erspart eine doppelte Preisauszeichnung; alle
Verträge lauten weiter auf Euro. Die Anregung der privaten Nachfrage erfolgt nicht
mit Abwertung und Inflation, wie sie mit einer nationalen Währung gemacht werden
könnten, sondern durch Geldhaltegebühren für das Notgeld. Der Gesetzgeber
könnte sein Notgeld nicht nur Drachme nennen, sondern ihm neben dem Euro als
gesetzliches Zahlungsmittel anerkennen. Der Staat könnte Gehälter und Renten in
der Drachme tätigen und diese auch annehmen, wenn Steuern zu bezahlen sind. Die
Drachme würde wegen der Geldhaltegebühren von niemand gehortet, sondern von
allen unverzüglich wieder ausgegeben. So könnte steigende private Nachfrage die
zurückgehende Staatsnachfrage nicht nur ausgleichen, sondern die
Gesamtnachfrage erhöhen, bis Vollbeschäftigung eintritt.
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG
STADTAUSGABE (Nr. 12)
vom Montag, den 16. Januar 2012, Seite Nr. 32
"Deep-Link"-Referenznummer '3acf03a4-3de7-11e1-8c0cfe7d7d36f3da'
LESERFORUM
#
© 2012 STUTTGARTER ZEITUNG
Artikeltextausgabe http://digital.stuttgarter-zeitung.de/stz/servlet/articlepageservlet?page=...
Der Beitrag ist dort nicht frei zugänglich
16.01.2012 18:52
Dienstag, 17. Januar 2012
Samstag, 29. Oktober 2011
Zinskritik bei Beckmann in der ARD
Der ARD Talkmaster Beckmann hat in seiner Sendung vom Donnerstag den 27.10.2011 drei prominente Zinskritiker zu Wort kommen lassen. Ein weiterer Hinweis darauf, dass die freiwirtschaftliche Zinskritik mit dem drohenden Zusammenbruch des Währungsgefüges salongfähig wird. Europa vor dem Abgrund – wie sicher ist unser Geld? lautete der Titel der Sendung. Dem aufmerksamen Zuschauer wurde klar, dass es grundlegende Korrekturen braucht und dass mit der Umlaufsicherung für Geld auch Ideen vorliegen.
Tristan Abromeit fasst das Wesentliche der Talkrunde zusammen.
Mir wurde die Sendung als etwas Besonderes angekündigt, weil dort Franz Hoermann, Professor für Unternehmensrechnung in Wien auftreten würde, der für die Abschaffung des Geldes eintreten würde. Siehe auch: www.Hoermann/new
Die Hauptgesprächsteilnehmer von Reinhold Beckmann waren: Ex-Finanzminister Theo Waigel, Wirtschaftsminister Philipp Rösler sowie Börsenexperte Dirk Müller.Erst konnte ich der Sendung nicht viel abgewinnen, da das, was gesagt wurde, in den letzten Tagen schon x-mal in den Medien gesagt wurde. Als ich schon als Zuschauer kapitulieren wollte, zog Beckmann dann doch noch zusätzliche Gäste in das Gespräch ein. Es war ein Verbraucherschützer und ein Vorstandsmitglied der GLS-Bank, nämlich Andreas Neukirch. Die GLS-Bank an deren Vorüberlegungen zur Gründung ich Anfang der 70er Jahre beteiligt war stellt sich auf ihrer Homepage wie folgt vor: „Die GLS Bank ist die erste sozial-ökologische Universalbank der Welt. Mit uns investieren Sie in menschliche Bedürfnisse, bewahren und entwickeln die natürlichen Lebensgrundlagen und erzielen eine angemessene ökonomische Rendite sowie Entwicklungschancen für die Zukunft ..“
Hinzu kamen dann noch der Gründer der Regionalwährung CHIEMGAUER Christian Gelleri und dann noch der angekündigte Prof. Hörmann, der von der Zuschauerbank in die Tischrunde eingeladen wurde. Was mit dem Chiemgauer bewirkt werden soll, kann unter http://www.chiemgauer.info/ in Erfahrung gebracht werden.
Personen und Äußerungen die für mich dann letztlich doch bemerkenswert waren:
Zu Philipp Rösler: Er ist ja ein netter Kerl, seine Beiträge hören sich dann aber wie im Schnellverfahren angeeignete Sprachregelungen seiner Partei an. Die Verlautbarungen der FDP insgesamt lassen nicht erkennen, daß das liberale Basiswissen der Freiwirtschaft in der FDP angekommen ist. Sowohl die diesbezüglichen Bemühungen vom Vorstandsmitglied des Seminars für freiheiliche Ordnung, Eckard Behrens, wie auch meine eigenen in fast zehnjähriger Mitgliedschaft in der FDP haben nicht gefruchtet. Außerdem macht Rösler – um seine Kompetenz und die der FDP zu unterstreichen - den Fehler, sich auf FDP-Größen zu berufen, die ja durch ihre politische Fehlsichtigkeit die heutige ökonomische Situation mit verursacht haben.
Zu Theodor Waigel: Hier sind es drei Aspekte, die mir in Erinnerung geblieben sind:
a) Waigel legte dar, daß der Euro kein Produkt der politischer Erpressung der Franzosen war, die den Euro als Preis für die Zustimmung zur Vereinigung der beiden deutschen Republiken diktiert hätten. Die Vorbereitungen zur Einführung des Euro seien schon angelaufen, als die Vereinigung noch nicht in Sicht war.
b) Waigel begrüßte ausdrücklich die Regionalwährungen und sah sie nicht im Gegensatz zum Euro.
Waigels Aussagen zur Stabilität (Preisniveaustabilität) des Euros waren nicht ganz ohne Widerspruch. Was ich hier erwähnen möchte, ist, daß er sagte, die EZB hätte den Ankauf von (zweifelhaften) Staatsanleihen an anderer Stelle kompensiert, so daß vom Ankauf keine inflationären Gefahren ausgehen. Wenn dem so ist, hat die EZB gute Werte (Devisen, gute Forderungspapiere oder Gold) gegen schlechte ausgetauscht. Daß bedeutet dann aber, daß die Verluste aus den faulen Papieren sozialisiert wurden bzw. werden. Wer sich mit den Statistiken der EZB befaßt sollte das überprüfen.
Zu Dirk Müller: Dirk Müller, der zur Zeit ein gefragter Gast in Talkshows ist, hat einmal mehr den Zusammenhang von Schulden und Forderungen herausgestellt. Auch betonte er erneut, daß das auf Zins- und Zinseszins basierende Wirtschaftssystem immer wieder zusammenbrechen müßte. Seine Schwäche ist sein Verständnis vom Geld, womit er seine Aufklärungsbemühungen selber torpediert. Die Annahme, das die Banken Geld schöpfen könnten, führen seine Aussagen in eine Konfusion, die auch die Freude der Natürlichen Wirtschaftsordnung zu schaffen macht.
Zu Christian Gelleri: Erfreulich war, daß er in Kurzform das Prinzip der Umlaufsicherung des Geldes vortragen konnte. Zu diesem Thema müssen die Redaktionen der Medien mehr Informationen erhalten, damit bei ihnen das Bedürfnis sich entwickelt, die Umlaufsicherung des Geldes zu einem Hauptthema von Sendungen zu machen.
Zu Franz Hoermann: Das Bemerkenswerteste ist für mich die Tatsache, daß die Redaktionen unter dem Druck, die Vorgänge um Verschuldung und Währung nicht richtig erklären zu können, sich auch für Außenseiter öffnen. Über Hörmanns Ansichten insgesamt zu urteilen, steht mir schlecht an, weil ich zu wenig von ihm gelesen und gehört habe. Er scheint aber wesentliche Positionen von Dirk Müller zu teilen. Die Idee, daß Geld abschaffen zu wollen, ist sicher eine Theorie-Verirrung und wäre mit der Durchsetzung ein Rückschritt, weil sowohl die Arbeitsteilung wie auch die Preisbildung das Geld zur Voraussetzung haben. Wir können den Bemühungen von Prof. Hörmann aber auch Positives abgewinnen, denn auch Verirrungen vermögen erstarrte Theorie-Fronten aufzubrechen. Und nichts ist wichtiger als das offene, vorurteilslose Gespräch über unsere Ökonomie insgeamt und über das Geld ins besondere.
Tristan Abromeit, 28.10.2011
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Sonntag, 18. September 2011
Bloggen verbessert die Ökonomische Forschung.
Diese Erkenntnis lässt hoffen.
"Nach einer neuen Weltbank-Studie ist klar: Nicht nur Qualität und Quantität der Ökonomie-Blogs steigen, der Einfluss von Bloggern auf die ökonomische Forschung ist ebenfalls deutlich höher als gedacht,"dokumentiert das Handelsblatt. Das lässt hoffen, werden unter dem Namen Wissenschaft im Bereich der Ökonomie grundlegende Erkenntnisse gerne Ignoriert. Beispielsweise wird exponentielles Wachstum als Notwendigkeit in fast allen Theorien als notwendige Voraussetzung angenommen, anstatt danach zu fragen, wie man auch ohne Wachstum Wohlstand sichern kann. Positive Zinssätze werden als "Verzicht auf Liquidität" postuliert, anstatt danach zu forschen, wie man Geld auch bei fallenden Zinssätzen in Umlauf hält. Die Abneigung gegen "Feldversuche" mit einer umlaufgesicherten Währung kommt einer allergischen Reaktion nahe. Forschung, über die Chancen einer Umlaufgebühr auf Geld, findet praktisch nicht statt. Gut, wenn der gesunde Menschenverstand von Bloggern Schwung in die verstaubten Theorien blasen kann. Wir haben es dringend nötig. Lesen Sie hierzu: www.handelsblatt.com
"Nach einer neuen Weltbank-Studie ist klar: Nicht nur Qualität und Quantität der Ökonomie-Blogs steigen, der Einfluss von Bloggern auf die ökonomische Forschung ist ebenfalls deutlich höher als gedacht,"dokumentiert das Handelsblatt. Das lässt hoffen, werden unter dem Namen Wissenschaft im Bereich der Ökonomie grundlegende Erkenntnisse gerne Ignoriert. Beispielsweise wird exponentielles Wachstum als Notwendigkeit in fast allen Theorien als notwendige Voraussetzung angenommen, anstatt danach zu fragen, wie man auch ohne Wachstum Wohlstand sichern kann. Positive Zinssätze werden als "Verzicht auf Liquidität" postuliert, anstatt danach zu forschen, wie man Geld auch bei fallenden Zinssätzen in Umlauf hält. Die Abneigung gegen "Feldversuche" mit einer umlaufgesicherten Währung kommt einer allergischen Reaktion nahe. Forschung, über die Chancen einer Umlaufgebühr auf Geld, findet praktisch nicht statt. Gut, wenn der gesunde Menschenverstand von Bloggern Schwung in die verstaubten Theorien blasen kann. Wir haben es dringend nötig. Lesen Sie hierzu: www.handelsblatt.com
Freitag, 26. August 2011
Nachdenken über Nachdenkseiten
Kritische Bürger fragen sich zu recht, warum die Kritik an den Zinskosten in linken Kreisen so wenig Resonanz findet. Obwohl Konzerne nicht selten mehr Geld für Zins und Dividende ausgeben als für Löhne und obwohl Defizite öffentlicher Kassen ohne die Zinslasten gar nicht erst entstehen würden, weigern sich gewerkschaftsnahe und sozialdemokratische Ökonomen kollektiv, über den Zinsmechanismus kritisch nachzudenken. Und wenn man dem beharrlichen Nachfragen der Basis nachgibt, und sich der Zins Kritik stellt, widerlegt man Scheinargumente, anstatt sich mit der seriösen Zinskritik auseinandersetzen. Beinah exemplarisch die Veröffentlichung auf den Nachdenkseiten von Jens Berger am 23. August, die Wolfgang Ramming zu der folgenden Reaktion veranlasste.
Sehr geehrter Herr Berger, liebe Nachdenkseiten-Redaktion,
diese Kritik an der Zinskritik ist eine Steilvorlage für alle Zinskritiker. Zumindest für die seriösen. Ich bin Mitglied der INWO und repräsentiere die Regionalgruppe Frankfurt/Main. Ich bin knapp mit Zeit und möchte Ihre Kritik kurz und knapp entkräften:
Die "seriöse" Zinskritik möchte "den" Zins nicht abschaffen (es gibt "den" Zins nicht, eher eine Zinsstruktur) sondern lediglich neutralisieren. Er muss die Möglichkeit haben, auch unter null zu sinken (auf den Guthabenzins bezogen) und der Kreditzins wird immer mit einer gewissen positiven Differenz zum Guthabenzins darüber liegen, wie Sie es in Ihren Abschnitten "Zins aus Sicht des Kreditnehmers" und "Zins aus Sicht des Kreditgebers" auch schon richtig beschrieben haben.
Einige Hinweise nur als Stichworte:
Sehr geehrter Herr Berger, liebe Nachdenkseiten-Redaktion,
diese Kritik an der Zinskritik ist eine Steilvorlage für alle Zinskritiker. Zumindest für die seriösen. Ich bin Mitglied der INWO und repräsentiere die Regionalgruppe Frankfurt/Main. Ich bin knapp mit Zeit und möchte Ihre Kritik kurz und knapp entkräften:
Die "seriöse" Zinskritik möchte "den" Zins nicht abschaffen (es gibt "den" Zins nicht, eher eine Zinsstruktur) sondern lediglich neutralisieren. Er muss die Möglichkeit haben, auch unter null zu sinken (auf den Guthabenzins bezogen) und der Kreditzins wird immer mit einer gewissen positiven Differenz zum Guthabenzins darüber liegen, wie Sie es in Ihren Abschnitten "Zins aus Sicht des Kreditnehmers" und "Zins aus Sicht des Kreditgebers" auch schon richtig beschrieben haben.
Einige Hinweise nur als Stichworte:
"Inflationsausgleich" - woher kommt die Inflation, wie hoch ist der Zins, wenn Deflation herrscht?
"Risikoprämie" - wie hoch ist das Risiko bei unseren Banken in Deutschland heute? Die Bank hat ein Risiko und nimmt dafür (und für die Deckung der Kosten) die Differenz aus Guthaben- und Kreditzins.
"Preis für das Warten"? Wie lange legen Sie durchschnittlich Ihr Geld an? Bei der Bank, die ja nebenbei noch Fristentransformation betreibt, kommt da wieder die oben genannte Differenz zum Tragen.
Für den Kreditgeber "Bank" ist nicht zwingend der Zins positiv, lediglich muss die Differenz zwischen Guthabenzins, den sie an die Einleger zahlen muss, und dem Kreditzins, den ihre Kreditnehmer zahlen, positiv sein!
Zu Ihrer Anekdote "Josephspfennig" musste ich schon schmunzeln, denn keinen anderen Zweck, als die ökonomische Unmöglichkeit immerwährenden positiven Zins darzustellen, hat diese Anekdote.
Sie sagen "In der Realität wäre zumindest ein Teil des verliehenen Geldes durch Kreditausfälle „vernichtet“ worden". Dann erklären Sie, wie beim heutigen Banksparen, Kreditausfälle an Sparer weitergegeben werden. In geringem Maße sind sie durch die Bank zu decken, über Rückstellungen, Eigenkapital, etc. Aber wenn dies diese übersteigt? Dafür muss es negative Zinsen auf Guthaben geben (negative, keine abgeschafften Zinsen) um Guthaben abzuschmelzen. Die Flucht in Bargeld? Das soll mit Umlaufgebühr belegt sein.
Bereits 2003 hat die Fed of Dallas zur Umlaufgebühr zum Brechen der zero-Interest-rate etwas veröffentlicht (diese Quelle sollte grundsätzlich unverdächtig sein für "Kritiker der Zinskritik"): http://www.dallasfed.org
Bei Ihrer Kritik an dem Zins der im Gegensatz zum geschöpften Geld in der Welt bleibe, sind Sie wirklich sehr plumpen Zinskritikern auf den Leim gegangen (ich vermute "Der Goldschmied Fabian").
Schwieriger wird es schon bei dem Wachstumszwang. Der Schluss geht so: Exponentielles Wachstum (und das erzeugt nun einmal positiven Guthabenzins) der Guthaben erzwingt exponentielles Wachstum der Schulden (die Banken sind die Vermittler -Intermediäre- dazwischen). Das geht nicht anders, da die Bankbilanz ausgeglichen sein muss und keine Schuld ohne Guthaben existieren kann. Die steigende Last der Zinsen auf die Wirtschaft durch die Kreditnahme, muss von der Wirtschaft erwirtschaftet werden. Schafft sie es nicht, schrumpfen alle Einkommen außer eben derer aus Zinsen. Werden die Zinsen nun gesenkt (eigentlich bilden sie sich am Markt aus Angebot und Nachfrage und der Notenbankzins hat damit nur am Rande zu tun, auch wenn uns immer was anderes erzählt wird) schafft das vorübergehend Erleichterung. Aber sie können eben nicht beliebig sinken, wegen der magischen Nullgrenze, und bei Erreichen dieser kommt die Liquiditätsfalle zum Tragen.
Ich empfehle Ihnen, wenn ich darf, sich mit seriöser Zinskritik zu befassen (die die Höhe, nicht die Existenz des Zinses kritisiert).
Danke für Ihr Engagement, ich lese regelmäßig mit, habe auch schon die Zinskritik an Sie herangetragen (Herrn Albrecht Müller vor einigen Jahren und schon damals eine "Abfuhr" erhalten) und stöhne jedes mal auf, wenn Sie zwar richtig die Symptome erkennen und kritisieren aber dank Ausblendung fundamentaler Systemfehler eben auch keine Lösung außer "Wachstum, Wachstum, Wachstum" und entsprechend Keynesianische Politik anbieten können.
Weiter Texte und Standpunkte finden Sie auf: INWO.de
Mein Literaturtipp: „Das Geldsyndrom“ von Helmut Creutz
Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Ramming
"Risikoprämie" - wie hoch ist das Risiko bei unseren Banken in Deutschland heute? Die Bank hat ein Risiko und nimmt dafür (und für die Deckung der Kosten) die Differenz aus Guthaben- und Kreditzins.
"Preis für das Warten"? Wie lange legen Sie durchschnittlich Ihr Geld an? Bei der Bank, die ja nebenbei noch Fristentransformation betreibt, kommt da wieder die oben genannte Differenz zum Tragen.
Für den Kreditgeber "Bank" ist nicht zwingend der Zins positiv, lediglich muss die Differenz zwischen Guthabenzins, den sie an die Einleger zahlen muss, und dem Kreditzins, den ihre Kreditnehmer zahlen, positiv sein!
Zu Ihrer Anekdote "Josephspfennig" musste ich schon schmunzeln, denn keinen anderen Zweck, als die ökonomische Unmöglichkeit immerwährenden positiven Zins darzustellen, hat diese Anekdote.
Sie sagen "In der Realität wäre zumindest ein Teil des verliehenen Geldes durch Kreditausfälle „vernichtet“ worden". Dann erklären Sie, wie beim heutigen Banksparen, Kreditausfälle an Sparer weitergegeben werden. In geringem Maße sind sie durch die Bank zu decken, über Rückstellungen, Eigenkapital, etc. Aber wenn dies diese übersteigt? Dafür muss es negative Zinsen auf Guthaben geben (negative, keine abgeschafften Zinsen) um Guthaben abzuschmelzen. Die Flucht in Bargeld? Das soll mit Umlaufgebühr belegt sein.
Bereits 2003 hat die Fed of Dallas zur Umlaufgebühr zum Brechen der zero-Interest-rate etwas veröffentlicht (diese Quelle sollte grundsätzlich unverdächtig sein für "Kritiker der Zinskritik"): http://www.dallasfed.org
Bei Ihrer Kritik an dem Zins der im Gegensatz zum geschöpften Geld in der Welt bleibe, sind Sie wirklich sehr plumpen Zinskritikern auf den Leim gegangen (ich vermute "Der Goldschmied Fabian").
Schwieriger wird es schon bei dem Wachstumszwang. Der Schluss geht so: Exponentielles Wachstum (und das erzeugt nun einmal positiven Guthabenzins) der Guthaben erzwingt exponentielles Wachstum der Schulden (die Banken sind die Vermittler -Intermediäre- dazwischen). Das geht nicht anders, da die Bankbilanz ausgeglichen sein muss und keine Schuld ohne Guthaben existieren kann. Die steigende Last der Zinsen auf die Wirtschaft durch die Kreditnahme, muss von der Wirtschaft erwirtschaftet werden. Schafft sie es nicht, schrumpfen alle Einkommen außer eben derer aus Zinsen. Werden die Zinsen nun gesenkt (eigentlich bilden sie sich am Markt aus Angebot und Nachfrage und der Notenbankzins hat damit nur am Rande zu tun, auch wenn uns immer was anderes erzählt wird) schafft das vorübergehend Erleichterung. Aber sie können eben nicht beliebig sinken, wegen der magischen Nullgrenze, und bei Erreichen dieser kommt die Liquiditätsfalle zum Tragen.
Ich empfehle Ihnen, wenn ich darf, sich mit seriöser Zinskritik zu befassen (die die Höhe, nicht die Existenz des Zinses kritisiert).
Danke für Ihr Engagement, ich lese regelmäßig mit, habe auch schon die Zinskritik an Sie herangetragen (Herrn Albrecht Müller vor einigen Jahren und schon damals eine "Abfuhr" erhalten) und stöhne jedes mal auf, wenn Sie zwar richtig die Symptome erkennen und kritisieren aber dank Ausblendung fundamentaler Systemfehler eben auch keine Lösung außer "Wachstum, Wachstum, Wachstum" und entsprechend Keynesianische Politik anbieten können.
Weiter Texte und Standpunkte finden Sie auf: INWO.de
Mein Literaturtipp: „Das Geldsyndrom“ von Helmut Creutz
Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Ramming
Donnerstag, 25. August 2011
"Die zweite Welle" - Münchner Merkur
Es ist zweifellos ungewiss, ob der "zweiten Welle" erst noch eine dritte, vierte oder fünfte folgt, aber ganz gewiss ist, dass am Ende ein Zusammenbruch stehen wird! Denn ein System, das dauernd wachsen muss um zu existieren, hat in einer begrenzten Welt keine andere Chance.
Ursache dieses Wachstums-Dilemmas ist jener Vorgang, den die Bundesbank bereits 1993 einmal als "Selbstalimentation der Geldvermögen durch die Zinsen" bezeichnet hat, also jenen Automatismus, der unsere Geldvermögen seit 1950 mit Verdopplungsraten wachsen lässt und im Gleichschritt damit auch den Verschuldungszwang! Und das gilt auch für den Staat, dessen Schuldenaufnahmen seit 1970 bis heute zwar von 70 auf 2.080 Mrd € explodiert, aber zu vier Fünfteln in den Zinsendienst geflossen sind! -
Am Ende einer solchen Schuldaufnahme- und Zinszahlungslawine blüht uns dann, nach einem letzten Fluchtversuch in die Inflation, wieder eine "Währungsreform", bei der jedoch in Wirklichkeit nichts reformiert, sondern mit den gleichen Fehlern nur erneut begonnen wird! Deshalb ist es höchste Zeit, uns über eine wirkliche Reform unseres Geldsystems Gedanken zu machen und eines vorzubereiten, das ohne monetäres Überwachstum funktioniert und damit ohne Gefährdung des sozialen Friedens - und vor allem auch der Umwelt, die wir nur ein Mal haben.
Leserbrief zum Kommentar von Georg Anastasiadis im Münchner Merkur: "Die zweite Welle"
von Helmut Creutz
von Helmut Creutz
Mittwoch, 24. August 2011
Wie Zentralbanken Spekulanten mästen
„Niemand auf der Welt besitzt so viel Gold wie die Zentralbanken“, schreibt FTD.online am 24. August in dem Aufmacher: „Zentralbanken kleben trotz Schulden an ihrem Gold“.
Anstatt jedoch den Rekordkurs von über 1800 US-Dollar je Feinunze zu nutzen, um mit dem Verkauf von Goldbeständen gute Gewinne zu machen, kaufen sie weiter Gold auf. Die Deutsche Bundesbank und die US-Notenbank gehören zu den größten Goldbesitzern der Welt. Jede jetzt verkaufte Tonne könnte die Schuldenlast der Staaten spürbar verringern. Mit dem Verkauf von Gold, das vor 2008 gekauft wurde, hätte sich jeder eingesetzte Euro bzw. Dollar zum Vorteil der Steuerzahler mehr als verdoppelt. Und es stünde den Notenbanken frei, bei fallenden Kursen wieder zuzukaufen.
Stattdessen privatisieren sie weiter Staatsvermögen indem sie die Gewinne der Goldspekulanten in die Höhe treiben. In den Jahren des extrem niedrigen Goldkurses haben viele Notenbanken ihre Bestände reduziert. Jetzt, da Gold so teuer ist wie nie zuvor, kaufen sie noch hinzu. Zur großen Freude der Spekulanten, von denen die meisten ihr Glück wohl kaum fassen können.
Den zitierten Beitrag finden Sie auf FTD.online.
Klaus Willemsen, 24.08.2011
Dienstag, 16. August 2011
Zur Griechenlandkrise
25.07.2011: Zur Griechenlandkrise
Es ist schon geraume Zeit her, als ich in einem internationalen Hotelkonzern als Prokurist in der Finanzabteilung hautnah mit dem Währungsgeschehen zu tun hatte. Wir hatten damals viele Hotels im Süden Europas. Es hab nationale Währungen, die miteinander durch ein Fixkurssystem verbunden waren. Allerdings war eine Wechselkurskorrektur möglich, wenn die Spannungen zwischen den verschiedenen Währungen zu hoch wurden. Dies geschah regelmäßig: Im Laufe der Zeit wurden beispielsweise aufgrund der höheren Lohndynamik und der geringeren Produktivitätsfortschritte die spanischen Hotels für die deutschen Urlauber so teuer, dass sie fast leer standen. Dennoch: Irgendwann kam es dann zu einer Wechselkursanpassung zwischen der spanischen Pesete und der deutschen Mark. Über Nacht war in Spanien jede Badewanne mit einem Gast belegt, die unserer Hotels natürlich auch.
Mit dem Euro hat man den Ländern des Südens die Möglichkeit, unterschiedliche Kosten- und Produktivitätsentwicklungen durch eine Wechselkursanpassung auszugleichen, genommen. Griechenland, Spanien und Portugal sind nun aber diesbezüglich strukturell Ländern wie Deutschland, Holland, Frankreich etc. unterlegen. Die Architekten waren Politiker, die in Kategorien nationaler Größe dachten, ökonomisch jedoch vollkommen unbeleckt waren. Kohl bildete da keine Ausnahme – er war im Gegenteil der Prototyp.
Wenn der Scharnier Wechselkurs einer Volkswirtschaft aber genommen wird, bleibt nur noch ein Scharnier übrig: Der Arbeitsmarkt. Das ist ökonomische Elementarmathematik (wenngleich man den Eindruck hat, dass manch ein gewerkschaftsnaher Ökonom 1+1 nicht mehr zusammenzählen kann). Auf dem Arbeitsmarkt gibt es Menge und Preis als Variablen. Auf Grund der Macht der Gewerkschaften in den Südländern wurde bislang der Preis des Faktors Arbeitskraft unangetastet gelassen. Der Mengenparameter hat es aber in sich: In Griechenland, Spanien und Portugal geht z.B. die Jugendarbeitslosigkeit hart auf die 50 % zu. Eine Jugend ohne Zukunft. Wenn z.B. Gewerkschaften ehedem (jegliche ökonomischen Gesetze beiseite schiebend) glaubten, man könne feste Wechselkurse, hohe Löhne und eine hohe Beschäftigung im Euroraum der Ungleichen zu gleicher Zeit erreichen, landeten sie spätestens im Jahr 2010 hart auf dem Boden der Realität.
Im Rahmen der Griechenland verordneten Sparmaßnahmen wird man nun auch die Preiskomponente auf dem Arbeitsmarkt angehen – Lohnkürzungen werden Griechenlands Binnennachfrage jedoch nicht gerade stärken. Die Schieflage war und ist strukturell. Beispiel Deutschland-Griechenland: Deutschland exportierte wie ein Weltmeister: Die ohnehin qualitativ überlegenen Produkte wurden durch den mittlerweile mehr als 10 Jahre anhaltenden Lohnverzicht der deutschen Arbeitnehmer konkurrenzlos billig gemacht. Griechenland wurde von deutschen Produkten überschwemmt. Mit Agrarprodukten und Tourismus konnte die Handelsbilanz nicht ausgeglichen werden. Die deutsche Volkswirtschaft ersetzt die wegen der Lohnzurückhaltung fehlende Binnennachfrage durch Auslandsnachfrage – die zu einem beachtlichen Teil auf Pump finanziert wird. Und Udo van Kampen feiert in der ARD mal wieder die deutschen Exportüberschüsse. Dass es der derzeitigen Politik bei all dem weniger darum geht, Griechenland zu retten als vielmehr die Verluste der jeweiligen Banken zu begrenzen (auf Kosten der Steuerzahler), ist mittlerweile allgemein bekannt.
Die Währungsunion mit so uneinheitlichen Staaten war von Anfang an eine Schnapsidee. Dies wurde schon vor 13 Jahren von vielen Ökonomen (darunter auch meine Wenigkeit) kritisiert. Leider finden weder Politiker noch Medien den Mut, dies auszusprechen.
Die augenblickliche Politik läuft auf ein Schrecken ohne Ende für Griechenland zu. Man würde Griechenland und dem Rest Europas durch einen Schuldenschnitt, der sich um die 50 % bewegen müsste, etwas Gutes tun. Anstatt des Gefasels von einem Marshallplan sollte Griechenland jedoch zur Auflage gemacht werden, die Währungsunion so lange zu verlassen, bis sich das Land konsolidiert und mit seinen realwirtschaftlichen Parametern dem Rest des Euroraums bis auf eine tragbare Distanz hin angenähert hat. Alles andere als ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion, gepaart mit einem Schuldencut, läuft auf ein endloses Siechtum und auf eine zunehmende Europamüdigkeit sowohl in den Geber- und Nehmerstaaten heraus. Das gilt auch für Spanien und Portugal. Machen Sie so weiter, meine Damen und Herren Politiker, und die Europa-Idee wird so beständig, aber sicher ruiniert.
Wo ist eigentlich eine Opposition, die diesen Namen verdient??
Prof. Dirk Löhr
Es ist schon geraume Zeit her, als ich in einem internationalen Hotelkonzern als Prokurist in der Finanzabteilung hautnah mit dem Währungsgeschehen zu tun hatte. Wir hatten damals viele Hotels im Süden Europas. Es hab nationale Währungen, die miteinander durch ein Fixkurssystem verbunden waren. Allerdings war eine Wechselkurskorrektur möglich, wenn die Spannungen zwischen den verschiedenen Währungen zu hoch wurden. Dies geschah regelmäßig: Im Laufe der Zeit wurden beispielsweise aufgrund der höheren Lohndynamik und der geringeren Produktivitätsfortschritte die spanischen Hotels für die deutschen Urlauber so teuer, dass sie fast leer standen. Dennoch: Irgendwann kam es dann zu einer Wechselkursanpassung zwischen der spanischen Pesete und der deutschen Mark. Über Nacht war in Spanien jede Badewanne mit einem Gast belegt, die unserer Hotels natürlich auch.
Mit dem Euro hat man den Ländern des Südens die Möglichkeit, unterschiedliche Kosten- und Produktivitätsentwicklungen durch eine Wechselkursanpassung auszugleichen, genommen. Griechenland, Spanien und Portugal sind nun aber diesbezüglich strukturell Ländern wie Deutschland, Holland, Frankreich etc. unterlegen. Die Architekten waren Politiker, die in Kategorien nationaler Größe dachten, ökonomisch jedoch vollkommen unbeleckt waren. Kohl bildete da keine Ausnahme – er war im Gegenteil der Prototyp.
Wenn der Scharnier Wechselkurs einer Volkswirtschaft aber genommen wird, bleibt nur noch ein Scharnier übrig: Der Arbeitsmarkt. Das ist ökonomische Elementarmathematik (wenngleich man den Eindruck hat, dass manch ein gewerkschaftsnaher Ökonom 1+1 nicht mehr zusammenzählen kann). Auf dem Arbeitsmarkt gibt es Menge und Preis als Variablen. Auf Grund der Macht der Gewerkschaften in den Südländern wurde bislang der Preis des Faktors Arbeitskraft unangetastet gelassen. Der Mengenparameter hat es aber in sich: In Griechenland, Spanien und Portugal geht z.B. die Jugendarbeitslosigkeit hart auf die 50 % zu. Eine Jugend ohne Zukunft. Wenn z.B. Gewerkschaften ehedem (jegliche ökonomischen Gesetze beiseite schiebend) glaubten, man könne feste Wechselkurse, hohe Löhne und eine hohe Beschäftigung im Euroraum der Ungleichen zu gleicher Zeit erreichen, landeten sie spätestens im Jahr 2010 hart auf dem Boden der Realität.
Im Rahmen der Griechenland verordneten Sparmaßnahmen wird man nun auch die Preiskomponente auf dem Arbeitsmarkt angehen – Lohnkürzungen werden Griechenlands Binnennachfrage jedoch nicht gerade stärken. Die Schieflage war und ist strukturell. Beispiel Deutschland-Griechenland: Deutschland exportierte wie ein Weltmeister: Die ohnehin qualitativ überlegenen Produkte wurden durch den mittlerweile mehr als 10 Jahre anhaltenden Lohnverzicht der deutschen Arbeitnehmer konkurrenzlos billig gemacht. Griechenland wurde von deutschen Produkten überschwemmt. Mit Agrarprodukten und Tourismus konnte die Handelsbilanz nicht ausgeglichen werden. Die deutsche Volkswirtschaft ersetzt die wegen der Lohnzurückhaltung fehlende Binnennachfrage durch Auslandsnachfrage – die zu einem beachtlichen Teil auf Pump finanziert wird. Und Udo van Kampen feiert in der ARD mal wieder die deutschen Exportüberschüsse. Dass es der derzeitigen Politik bei all dem weniger darum geht, Griechenland zu retten als vielmehr die Verluste der jeweiligen Banken zu begrenzen (auf Kosten der Steuerzahler), ist mittlerweile allgemein bekannt.
Die Währungsunion mit so uneinheitlichen Staaten war von Anfang an eine Schnapsidee. Dies wurde schon vor 13 Jahren von vielen Ökonomen (darunter auch meine Wenigkeit) kritisiert. Leider finden weder Politiker noch Medien den Mut, dies auszusprechen.
Die augenblickliche Politik läuft auf ein Schrecken ohne Ende für Griechenland zu. Man würde Griechenland und dem Rest Europas durch einen Schuldenschnitt, der sich um die 50 % bewegen müsste, etwas Gutes tun. Anstatt des Gefasels von einem Marshallplan sollte Griechenland jedoch zur Auflage gemacht werden, die Währungsunion so lange zu verlassen, bis sich das Land konsolidiert und mit seinen realwirtschaftlichen Parametern dem Rest des Euroraums bis auf eine tragbare Distanz hin angenähert hat. Alles andere als ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion, gepaart mit einem Schuldencut, läuft auf ein endloses Siechtum und auf eine zunehmende Europamüdigkeit sowohl in den Geber- und Nehmerstaaten heraus. Das gilt auch für Spanien und Portugal. Machen Sie so weiter, meine Damen und Herren Politiker, und die Europa-Idee wird so beständig, aber sicher ruiniert.
Wo ist eigentlich eine Opposition, die diesen Namen verdient??
Prof. Dirk Löhr
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